Steuern auf Gewinnauszahlungen und Boni bei GGL Anbietern verständlich erklärt

Bei Wettgewinnen hängt die Steuerpflicht vom Land, der Höhe des Gewinns und der geltenden Regelung ab. Für Russland nennen die vorliegenden Angaben mehrere Schwellen und mögliche Änderungen ab 2026. Eine pauschale Aussage zu Sozialversicherungsbeiträgen auf Boni lässt sich daraus nicht ableiten.

Einkommensteuer auf Wettgewinne

Nach den beschriebenen Regelungen werden Wettgewinne in Russland grundsätzlich als steuerpflichtige Einnahmen behandelt. Für Steuerpflichtige mit Wohnsitz im Land wird ein Satz von 13 Prozent genannt; für Nichtresidenten können 30 Prozent gelten. Als Berechnungsgrundlage wird der Nettogewinn verwendet:

N = (W – D) × 13 %

Dabei steht W für den Gewinn und D für den Einsatz oder die berücksichtigte Einzahlung. Verluste können die steuerpflichtige Bemessungsgrundlage mindern, müssen aber gegebenenfalls nachgewiesen werden.

Für Gewinne unter 4.000 Rubel wird in einer der beschriebenen Regelungen eine Steuerbefreiung einmal pro Jahr genannt. Bei höheren Beträgen gelten je nach Auszahlungsgrenze unterschiedliche Pflichten.

Wer die Steuer abführt

Bei einem Gewinn von mehr als 15.000 Rubel kann der Buchmacher als Steuervertreter auftreten, die Steuer berechnen und vor der Auszahlung einbehalten. Bei niedrigeren Gewinnen muss der Spieler die Einnahmen nach den genannten Regeln selbst erklären. Dafür wird das Formular 3-NDFL genannt.

Als Frist für die Abgabe der Erklärung gilt der 30. April. Die Zahlung soll bis zum 15. Juli erfolgen. Eine Vorauszahlung für den Gewinn darf der Buchmacher nicht verlangen. Gebühren für die Auszahlung sind nur zulässig, wenn sie ausdrücklich in den Geschäftsbedingungen genannt werden.

Die Quellen weisen zugleich auf geplante Änderungen hin: Künftig soll die Steuer in bestimmten Fällen auf jeden Gewinn einbehalten werden, auch wenn der Betrag unter 15.000 Rubel liegt. Vor einer Auszahlung sollte deshalb geprüft werden, welche Regelung zum jeweiligen Zeitpunkt gilt.

Abgrenzung zur Glücksspielsteuer des Buchmachers

Die Glücksspielsteuer des Buchmachers ist nicht mit der Einkommensteuer des Spielers gleichzusetzen. Steuerpflichtig sind bei dieser Abgabe Organisationen. Für Spieltische und Automaten gelten feste Beträge; für Buchmacher wird ein Satz von 7 Prozent des Umsatzes genannt. Eine Registrierung soll fünf Tage vor Aufnahme der Tätigkeit erfolgen.

Diese Regelung betrifft den Anbieter. Sie beantwortet nicht automatisch die Frage, ob ein Spieler seinen persönlichen Gewinn erklären und versteuern muss.

Boni und Sozialabgaben

Für Boni enthalten die vorliegenden Angaben keine eigene, abschließende Regelung. Deshalb lässt sich nicht belegen, dass auf jede Prämie Sozialversicherungsbeiträge oder Einkommensteuer erhoben werden. Entscheidend ist, ob der Bonus als Wettguthaben gilt, wann er ausgezahlt wird und welche Steuerregelung für den daraus entstandenen Gewinn greift.

Auch bei Bonuszahlungen sollte der Spieler die Bedingungen zur Auszahlung und mögliche Gebühren prüfen. Eine als Steuer bezeichnete Forderung des Buchmachers ist ohne klare gesetzliche Grundlage oder ausdrückliche Vertragsregelung kein ausreichender Grund für eine Zahlung.

Welche Unterlagen sinnvoll sind

Spieler sollten Einzahlungen, Einsätze, Gewinne, Verluste und Auszahlungen dokumentieren. Kontoauszüge und Transaktionsübersichten können belegen, wie sich der Nettogewinn zusammensetzt. Bei einer eigenen Erklärung müssen die Angaben vollständig und fristgerecht übermittelt werden.

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